01.09.2026 Neuerscheinung
Ilse Frapans emanzipatorische Frauenliteratur wiederentdeckt
Am 2. September 2026 erscheint im Wachholtz Verlag der Band „Wir Frauen haben kein Vaterland. Sieben Erzählungen“ von Ilse Frapan (1849–1908). Die Hamburger Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Kinderschützerin gehört zu den bemerkenswerten, doch lange vergessenen Stimmen der Literatur- und Frauenbewegung um 1900.
Frapans Erzählungen thematisieren die Abhängigkeit von Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft: Sie schreibt über weibliche Selbstbestimmung, soziale Ungleichheit, Bildungshunger, Doppelmoral und männliche Gewalt. Ihre Texte sind nicht nur historische Dokumente, sondern wirken erstaunlich gegenwärtig – sozialkritisch, feministisch und unbequem.
Herausgegeben und in den Kontext der Hamburger Literatur- und Sozialgeschichte eingeordnet wird der Band von Dr. Dirk Hempel. Nach den „Hamburger Novellen“ in „Zwischen Nacht und Morgen“ rückt dieser Band nun Frapans emanzipatorische Frauenliteratur in den Mittelpunkt.
Ein Werk, das Ilse Frapan als literarische Stimme der Frauenbewegung sichtbar macht – und zeigt, wie aktuell ihre Themen noch heute sind.
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