Wir Frauen haben kein Vaterland.

Sieben Erzählungen.

  • herausgegeben von Dirk Dr Hempel
  • 1. Auflage
  • 320 Seiten
  • Erscheinungsdatum: 02.09.2026
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • 978-3-529-08733-2

noch nicht erschienen Lieferbar ab 02.09.2026

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Inhalt

Ilse Frapan (1849–1908) war Frauenrechtlerin und Kinderschützerin, Lehrerin, Biologin und Schriftstellerin – und ist dennoch zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Um 1900 beobachtete sie den Wandel ihrer Geburtsstadt Hamburg zur Welthafenstadt mit scharfem Blick und großer Sympathie für die Schwachen, Außenseiter und Rechtlosen. Nach den Hamburger Novellen in »Zwischen Nacht und Morgen« rückt dieser Band »Wir Frauen haben kein Vaterland« nun einen anderen zentralen Teil ihres Werks in den Mittelpunkt: Frapans emanzipatorische Frauenliteratur. Die sieben Erzählungen handeln von Frauen und Mädchen in einer patriarchalen Gesellschaft, die ihnen Bildung, Beruf, rechtliche Gleichstellung und Selbstbestimmung verweigert. Frapan erzählt von Ehe als Abhängigkeitsverhältnis, weiblichem Bildungshunger, Mutterschaft und Doppelmoral, männlicher Gewalt und dem Kampf um eigene Rechte. »Wir Frauen haben kein Vaterland« macht Frapan als literarische Stimme der Frauenbewegung sichtbar: sozialkritisch, feministisch, unbequem – und bis heute gegenwärtig. Herausgeber Dirk Hempel ordnet ihr Werk in den Kontext der Hamburger Literatur- und Sozialgeschichte sowie der bürgerlichen Frauenbewegung ein. Im Jahr 2025 bei Wachholtz erschien bei Wachholtz »Ilse Frapan: Zwischen Nacht und Morgen. Hamburger Novellen«.

Dirk Dr Hempel

Dr. Dirk Hempel (Hrsg.) ist habilitierter Germanist und Autor zahlreicher Publikationen zur Literatur- und Kulturgeschichte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Literatur der Aufklärung, literarische Vereine des 19. Jahrhunderts und gesellschaftskritische Schriftstellerinnen der Kaiserzeit. Außerdem hat er Biographien über Friedrich Leopold Graf zu Stolberg, Thomas Mann und seine Familie und über Walter Kempowski verfasst und den Aufsatzband »Himmel auf Zeit. Die Kultur der 20er Jahre in Hamburg« mit herausgegeben. Er war Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer des Forschungsverbunds zur Kulturgeschichte Hamburgs. Heute ist er hier als Autor, Journalist und Kurator tätig.

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Aktuelle Ausstellungen

06.07.2026 Eine Ausstellung von Dr. Dirk Hempel und dem Wachholtz Verlag

Kritik und Engagement. Schriftstellerinnen in Hamburg und Altona um 1900

Kritik und Engagement. Schriftstellerinnen in Hamburg und Altona um 1900

Viele von ihnen waren aktiv in Vereinen der bürgerlichen Frauenbewegung, kämpften für soziale Reformen und verkörperten in ihrem eigenen Leben die Ideale, die sie in Romanen, Novellen und Theaterstücken vertraten. Doch ihre unangepassten Biografien und ihr Engagement galten als bedrohlich. Misstrauisch beobachtet von den Behörden, gerieten sie und ihre Werke später in Vergessenheit.
Diese Ausstellung holt sie zurück ins Gedächtnis: Sie erzählt von ihrem Leben, ihrem Schaffen und einer emanzipativen Frauenliteratur am Beginn der modernen Gesellschaft.

Mit »Wir haben kein Vaterland« von Ilse Frapan veröffentlicht der Wachholtz Verlag mit Dirk Hempel als Herausgeber sieben Erzählungen von Ilse Frapan zu den Themen Ehe als Abhängigkeitsverhältnis, weiblichem Bildungshunger, Mutterschaft und Doppelmoral, männlicher Gewalt und dem Kampf um eigene Rechte.

Einladung zur Vernissage mit Lesung
Zur Eröffnung der Ausstellung laden das Stadtteilarchiv, die Buchhandlung Christiansen und der Wachholtz Verlag herzlich zur Vernissage mit Lesung ein.
Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter vertrieb@wachholtz-verlag.de.

Termin: 2. September 2026, 18 Uhr
Ort: Stadtteilarchiv Ottensen – Geschichtswerkstatt für Altona e.V., Zeißstraße 28, 22765 Hamburg
Ausstellungsdauer: 2. September bis 15. Oktober

Nach der Begrüßung durch das Stadtteilarchiv und Verleger Dr. Sven Murmann liest die Schauspielerin Ute Hannig aus »Wir haben kein Vaterland« von Ilse Frapan. Im Anschluss ordnet der Herausgeber Dr. Dirk Hempel Ilse Frapan und weitere Schriftstellerinnen historisch und literarisch ein: Welche Rolle spielten diese Frauen in Hamburg und Altona? Warum wurden sie vergessen? Und weshalb lohnt es sich, sie heute wiederzuentdecken?

Im Mittelpunkt des Abends steht eine ausführliche Lesung mit Ute Hannig, die den Stimmen dieser Autorinnen wieder Raum gibt – ihren Beobachtungen, ihrer Kritik und ihrem Engagement.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

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