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Eine facettenreiche Stadt

26.09.2017

Kiel ist Landeshauptstadt und Marinestützpunkt, Studentenstadt und Ausflugsziel, war lange Zeit Stadt der Fürsten und manchmal auch Stadt der Skandale. Diese und viele andere Facetten  prägen Kiels 775-jährige Geschichte, auf die Oliver Auge in seinem neuen Buch einen kritischen Blick wirft. »Kiel in der Geschichte. Facetten einer Stadtbiografie«, herausgegeben von der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, wird ab heute an die Buchhandlungen ausgeliefert. 

 

Die Stadtgeschichte wird hier anhand von Themen erzählt, die für Kiel besondere Bedeutung hatten und haben. Der Autor beschreibt die großen Ereignisse, die man auch Jahrhunderte später noch feiert: zum Beispiel die Gründung der Universität und allen voran die Stadtgründung selbst.

 

Aber auch die Episoden der Kieler Geschichte, an die man ungern zurückdenkt, kommen in »Kiel in der Geschichte« zur Geltung. Politische Skandale haben der Stadt zu einer ungewollten Aufmerksamkeit in den Medien verholfen, die sogar internationale Ausmaße annahm. Und nicht zuletzt gehört zur Biografie einer deutschen Stadt auch immer ein Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus. Auch und vielleicht besonders solche unbequemen Kapitel der Kieler Geschichte müssen auch in Zukunft vor dem Vergessen bewahrt werden.

 

Oliver Auges Stadtbiografie »Kiel in der Geschichte« ist nicht frei von Kritik, weiß die nun 775 Jahre alte Stadt aber vor allen Dingen wertzuschätzen. Das Buch ist dabei weit mehr als nur der Blick in die Vergangenheit: Es erklärt auch, wie Kiel zu der Stadt geworden ist, die immer mehr Studenten, Unternehmen und Urlauber anzieht. Insofern leistet diese Stadtbiografie auch einen Ausblick darauf, wie sich die Stadt in Zukunft entwickeln könnte und welche Wege man besser nicht einschlägt.

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