Die Viehseuche von 1744-52

Deutungen und Herrschaftspraxis in Krisenzeiten

  • geschrieben von Dominik Hünniger
  • Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins
  • Band: 48
  • 1., Aufl.
  • Paperback
  • 23.5 x 15.5 cm
  • 254 Seiten
  • zahlreiche Abb.
  • Erscheinungsdatum: 01.04.2011
  • ISBN 978-3-529-02948-6

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Inhalt

Viehseuchen wirkten sich – wie heute – drastisch auf die ländlichen Lebenswelten der Frühen Neuzeit aus. Die Be-kämpfungsmaßnahmen und Bewältigungsstrategien waren vielfältig und wurden kontrovers diskutiert. Der erste Teil der Untersuchung beschäftigt sich überregional mit den zeitgenössischen deutschsprachigen Veröffentlichungen aus den ersten beiden Dritteln des 18. Jahrhunderts. Ein zweiter regionaler Fokus liegt auf den obrigkeitlichen Maßnahmen sowie den lokalen Reaktionen und Konflikten in den Herzogtümern Schleswig und Holstein während der großen Vieh-seuche von 1744 bis 1752. Viehseuchen und ihre Bekämpfung werden im Spannungsfeld von Umwelt, Ökonomie, Herrschaft und Wissen untersucht. Parallel zu neueren Forschungen zur Sozial- und Kulturgeschichte der menschlichen Seuchen stehen die Interessen und Handlungen der verschiedenen Akteure und ihre Kommunikation, sowie die sozialen Konstruktionsprozesse rund um das Seuchengeschehen im Mittelpunkt.

Dominik Hünniger

Dominik Hünniger studierte von Oktober 1996 bis Juni 2003 Mittlere und Neuere Geschichte, Anglistik und Psychologie in Kiel und Hull/Großbritannien. Der vorliegende Band ist seine Dissertation, die er als Stipendiat des DFG-Graduiertenkollegs „Interdisziplinäre Umweltgeschichte“ an der Georg-August-Universität Göttingen schrieb. Seit Dezember 2007 ist er im Wissenschaftsmanagement an der Georgia Augusta tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind frühneuzeitliche Medizin-, Umwelt- und Agrargeschichte sowie die Geschichte der Universitäten und ihres Personals in der Aufklärungs- und Sattelzeit.

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